Hervorgehoben

Der Teig

Teig ansetzen

100 g Mehl in einem verschließbaren Gefäß (ca. 1,5 l Fassungsvermögen, keine Metallschüssel) mit 25 g Zucker und 1/2 Päckchen Trockenhefe vermischen. 150 ml lauwarmes Wasser dazu geben und alles mit einem Löffel aus Holz oder Kunststoff zu einem glatten Teig verarbeiten. Das Gefäß mit dem Deckel verschließen. Den Ansatz 2 Tage an einem warmen Ort bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann 2 Tage im Kühlschrank gehen und gären lassen. Den Hermann-Teig einmal täglich umrühren. Dann mit dem Füttern und Pflegen beginnen. Dafür 100 g Mehl, 150 g Zucker und 150 ml Milch zum Teig geben und alles gut verrühren.

Teig pflegen

  • Tag 1: Ruhen lassen
  • Tag 2: 1x Umrühren
  • Tag 3: 1x Umrühren
  • Tag 4: 1x Umrühren
  • Tag 5: Füttern mit 100g Weizenmehl, 150g Zucker, 150ml Milch und anschließend rühren bis er glatt ist.
  • Tag 6: 1x Umrühren
  • Tag 7: 1x Umrühren
  • Tag 8: 1x Umrühren
  • Tag 9: 1x Umrühren
  • Tag 10: Füttern mit 100g Weizenmehl, 150g Zucker, 150ml Milch und anschließend rühren bis er glatt ist.

Teig teilen und backen

Am 10. Tag den Hermann-Teig in 4 gleich große Portionen teilen. Aus je 1 Portion kannst du einen Kuchen oder ein Brot backen. Übrig gebliebene Portionen verschenkst du zusammen mit dieser Anleitung an deine Freunde oder beginnst erneut mit der Aufzucht an Tag 1.

Fragen und Antworten

Wie lange ist Hermann-Teig haltbar?

Bei richtiger Pflege hält sich Hermann-Teig theoretisch ewig. Wichtig ist, dass Hefen und Milchsäurebakterien nicht beeinträchtigt werden.

  • Benutze deshalb keine Schüsseln oder Löffel aus Metall, sondern aus Glas, Holz oder Kunststoff.
  • Bewahre Hermann-Teig nach den ersten zwei Tagen unbedingt gut verschlossen und im Kühlschrank auf.
  • Ein intakter Hermann-Teig riecht angenehm nach Hefe und ist relativ flüssig. Auf der Oberfläche entsteht Schaum, das ist unbedenklich. Sobald sich Schimmel bildet, solltest du den Teig aber unbedingt entsorgen!

Kann man Hermann-Teig einfrieren?

Ja, sowohl den Teig-Ansatz als auch den fertigen Hermann-Teig kannst du problemlos bis zu 3 Monate einfrieren. Im Kühlschrank auftauen lassen und dann wieder mit dem Füttern beginnen.

Hermann vs Siegfried

Siegfried ist der Bruder von Hermann. Da Siegfried nicht so süß ist, ist er noch besser für Brot und herzhafte Speisen geeignet.

Der Ansatzt ist erst einmal der gleiche wie für einen Hermann, den findet ihr hier. Dann füttert ihr ihn allerdings ein wenig anders. Siegfried wird am 5. und am 10. Tag mit je 100g Mehl, 2 EL Zucker und 150mL Wasser gefüttert.

Was macht man allerdings, wenn man einen Hermann geschenkt bekommt und lieber Brot backen möchte? Man kann ihn einfach umerziehen. Wenn ihr einen Hermann bekommt, dann füttert ihn einfach nach dem Siegfried-Rezept (s.o) und er wird sich umgewöhnen. Erfahrungsgemäß wird das erste (und zweite) Brot noch etwas süßlicher schmecken, da im Ansatz noch mehr Zucker enthalten war. Aber das reguliert sich dann von selbst.

Es gibt auch für Siegfried total viele Rezepte, allerdings lassen sich auch alle Hermann-Brotteige mit Siegfried backen.

Hermann als Kuchenteig

Kirsch-Schoko-Marmorkuchen

  • 1 Glas  (720 ml) Schattenmorellen 
  • 100 g  Zartbitter-Schokolade 
  • 350 g  Mehl 
  • 1 Päckchen  Backpulver 
  • 175 g  Zucker 
  • 1 Päckchen  Vanillin-Zucker 
  • 1 Prise  Salz 
  • 5   Eier (Größe M) 
  • 150 ml  Speiseöl 
  • 200 ml  Eierlikör 
  • 1   Portion Hermann-Teig 
  • 25 g  Kakaopulver 
  • 2 EL  Puderzucker 
  •     Fett und Mehl 
  •     Minze und frische Kirschen 

1. Kirschen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Schokolade grob hacken. 325 g Mehl, Backpulver, 150 g Zucker, Vanillin-Zucker, Salz, Eier, Öl, Eierlikör und Hermann-Teig in eine Schüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verrühren.

2. Teig halbieren. Kirschen mit 25 g Mehl bestäuben. Unter ein Teigteil Kakao und 25 g Zucker rühren. Schokolade unterheben. Hälfte der Kirschen unter den hellen Teig heben, Rest Kirschen und unter den dunklen Teig heben.

3. Erst den hellen Teig, darauf den dunklen Teig in eine gut gefettete, mit Mehl ausgestreute Springform (26 cm Ø) mit Rohrbodeneinsatz füllen. Teig mit einer Gabel marmorieren. im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) ca. 1 Stunde backen.

4. Aus dem Ofen nehmen, auf ein Gitter setzen und ca. 30 Minuten in der Form abkühlen lassen. Aus der Form lösen und auf dem Gitter auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und nach Belieben mit Minze und Kirschen verziert auf einer Platte servieren.

Hefezopf

  • 500g MEhl
  • 21g frische Hefe
  • 65g Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 75g Butter
  • 1 Ei
  • 200mL Milch
  • 100g Hermann-Teig
  • 5 Tr. Bittermandelaroma

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mindestens 10 Minuten kräftig durchkneten, entweder mit der Maschine oder mit den Händen, Hauptsache es wird schön lange geknetet bis eine glatter Teig entsteht. Den Teig nun abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1-2 Stunde ruhen lassen, bis der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat. (Natürlich kann man das alles auch im Brotbackautomaten zubereiten lassen)

Nach dem Ruhen bzw. Gehen den Hefeteig nochmals kräftig aufschlagen und gut kneten.

Nun den Teig in 3 Teile teilen und diese zu gleichlangen Strängen rollen, welche nicht zu dünn sein sollten. Diese nun zu einem festen Zopf flechten. (Gerne können auch 4-,5- oder 6 Stränge geflochten werden, je nachdem wie man es mag)

Den Zopf auf ein gut gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen, bis der Teig sein Volumen sichtbar vergrößert hat. (Kann je nach Temperatur auch länger dauern)

Den Zopf mit einem mit Milch verquirlten Eigelb bestreichen, evtl. mit Hagelzucker bestreuen, und im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180°C Ober/Unterhitze oder 165°C Umluft gute 30-35 Minuten backen bis er goldbraun ist.
(Jeder Ofen heizt anders, daher kann es sein, dass es etwas länger dauert, bitte aber nicht zu dunkel werden lassen, da der Zopf sonst zu trocken wird.)

Der Zopf wird sehr locker und fluffig und hält sich lange frisch.
Wer mag, kann gerne auch Rosinen in den Teig geben.

Nusszopf

  • Teig:
  • 250g Hermann-Teig
  • 435g Weizenmehl
  • 130g lauwarme Milch
  • 60 g zerlassene Butter
  • 35g Zucker
  • 1/2 Tl Salz
  • 10g Hefe
  • Füllung:
  • 100g Haselnüsse und/oder Mandeln, gemahlen
  • 100g Zucker
  • 3EL Kakaopulver
  • 1Tl Zimt
  • 7 EL Milch

Alle Zutaten für den Teig in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Die Hefe kann dabei einfach ins Mehl gebröselt werden. Nun das Ganze von der Knetmaschine in ca. 5 Min. zu einem glatten Teig kneten lassen. Dann den Teig im Warmen ca. 60-90 Min. schön aufgehen lassen.

Während der Teig geht, in einer Schüssel alle Zutaten für die Füllung vermischen.

Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsplatte dünn ausrollen und mit einer Teigkarte gleichmäßig mit der vorbereiteten Füllung bestreichen.
Anschließend den Teig längs in drei gleichgroße Streifen schneiden. Jeden Streifen der Länge nach zu einer Wurst aufrollen. Aus den drei Teigsträngen einen Zopf flechten und diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
Zopf im Warmen (abgedeckt) nochmals ca. 20-30 Min. gut aufgehen lassen.

Backen: 180° C (Umluft/ohne Vorheizen), ca. 20-30 Minuten

Aus etwas Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss herstellen und den noch heißen Zopf damit bestreichen.

Kokos-Kuchen

  • 2 Tassen Hermann-Teig
  • 2 Tassen Mehl
  • 2 Tassen Kokosrapel
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Tasse Milch
  • 1/2 Tasse Öl
  • 3 Eier
  • 1Pk Vanillezucker
  • 1Pk Backpulver
  • 1Prise Salz

Den Hermannteig in eine große Schüssel geben und zuerst Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker unter den flüssigen Teig rühren. Jetzt Milch, Öl, Eier und das Backpulver hinzugeben und alles gut verrühren. Zum Schluss die Kokosflocken unterrühren.

Den Teig in eine gute gefettete Gugelhupf- oder auch Kastenform geben und bei 180°C 50 Minuten backen.

Wichtig: Genau wie bei der 10-tägigen Pflege von Hermann keine Metallschüsseln, Schneebesen oder Metalllöffel bei der Zubereitung verwenden.

Der Kuchen wird schön locker und ist richtig saftig.

Schokokuchen

  • 5 Eiweiß
  • 5 Eigelb
  • 250g Zucker
  • 1Pk Vanillezucker
  • 100mL Milch
  • 450g Mehl
  • 1Pk Backpulver
  • 3 EL Kakaopulver
  • 300g flüssige Butter
  • 200g Hermann-Teig
  • 200g Schokolade
  • 100g Sahne

Eigelb mit Zucker cremig schlagen bis sich der Zucker so einigermaßen aufgelöst hat. Dann die Butter dazu, kurz unterschlagen. Mehl mit Backpulver und Kakao mischen und sieben, abwechselnd mit der Milch in die Masse rühren, Hermann dazu.

Eiweiß steif schlagen und unterheben. Das Ganze dann auf ein tiefes Blech streichen und im auf 200°C vorgeheizten Ofen ca. 25-30min backen. Anschließend noch schön mit Schoki überziehen. Dazu Schoki schmelzen und mit der Sahen glatt rühren, auf den noch heißen Kuchen streichen.

Apfel – Pudding – Kuchen

  • 200g Mehl
  • 3Tl, gestr. Backpulver
  • 125g Zucker
  • 1Pk Puddingpulver
  • 2 Eier
  • 3 EL Öl
  • 1x Zitronenaroma (nach Geschmack oder geriebene Zitronenschale)
  • 500g Äpfel
  • 1 Becher Vanille-Sahnepudding (ca 200g)
  • 200g Hermann-Teig
  • Fett für die Form

Das Mehl mit Puddingpulver, Backpulver und Zucker mischen. Eier, Öl, Zitronenöl, Pudding und Hermann zugeben und alles gut mit einem Holz- oder Plastiklöffel vermengen.

Den Teig in eine gefettete Springform geben. Die Äpfel schälen, entkernen, in Stücke schneiden und auf dem Teig verteilen. Bei 180°C (vorgeheizt) ca. 60 Minuten backen.

Streuselkuchen

  • Teig:
  • 355g Mehl
  • 50g Zucker
  • 80g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 120g Hermann-Teig
  • 100mL lauwarme Milch
  • 8g frische Hefe
  • 3g Salz
  • Streusel:
  • 200g Mehl
  • 170g weiche Butter
  • 120g Zucker

Zubereitung des Teiges:
Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein, die Milch lauwarm.
Zuerst die Hefe in der Milch auflösen. Dann alle Zutaten in der Küchenmaschine (Knethaken) solange kneten, bis der Teig eine homogene Masse ist und sich vom Schüsselrand löst. (ca. 10 min, von Hand evtl. länger ).
Bei Bedarf noch etwas Mehl oder Milch zugeben, so dass der Teig weich, aber nicht klebrig ist.
Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Teigvolumen deutlich vergrößert hat (dauert ca. 1 bis 2 Stunden).
Den Teig nochmals durchkneten und auf Blechgröße auswalzen.
Ein Backblech fetten oder mit Backpapier auslegen. Den ausgerollten Teig hineinlegen.

Zubereitung der Streusel:
Mehl und Zucker vermischen. Mit etwas von der zerlassenen Butter den Teigboden bestreichen, damit die Streusel besser haften. Die restliche Butter und die Zucker-Mehlmischung mit der Hand zu Streuseln verkrümeln. Diese auf den Teig geben und leicht andrücken.
Nochmals 20 bis 30 min gehen lassen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Kuchen ca. 20 min auf mittlerer Schiene backen. Er sollte leicht gebräunt sein.

Hermannkuchen mit Eierlikör

  • 2 Tassen Hermann
  • 3 Eier
  • 1 Tasse Öl (120 ml)
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Tasse Eierlikör (120 ml)
  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Esslöffel Vanillezucker
  • 1 Teelöffel Backpulver

Wie sollte man Eierlikör-Hermann sonst glasieren? Der Eierlikör-Zuckerguss hat eine herrliche gelbe Farbe und schmeckt intensiv nach Eierlikör.

  • 250 g Puderzucker
  • 50 ml Eierlikör

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Eine Kuchenform ausfetten und zur Seite stellen.

Gib Hermann in eine Rührschüssel und füge Zucker, Vanillezucker, Eier, Öl und Eierlikör hinzu. Mit dem Handrührgerät 1 Minute durchrühren.

Mehl und Backpulver vermischen und über Hermann sieben. Kurz untermalen und den Teig in die gefettete Kuchenform geben und ca. 50 Minuten backen.

Den Kuchen etwas auskühlen lassen und stürzen. Für die Eierlikörglasur Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben, nach und nach den Eierlikör unterrühren bis eine Glasur mit Konsistenz Eures Geschmacks entstanden ist. Manche mögen es dünnflüssiger, manche eher zähflüssig. Über den Kuchen geben und kurz warten, der Guss setzt sich schnell. Dann mal ran an die Gabeln und: guten Appetit!

Kirsch-Zupfkuchen

  • Teig:
  • 400g Mehl
  • 30g Kakaopulver
  • 200g Zucker
  • 1Pk Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 200g Butter
  • 200g Hermann-Teig
  • Füllung:
  • 1kg Magerquark
  • 250g Zucker
  • 2Pk Vanillepuddingpulver
  • 4 Eier
  • 150g geschmolzene Butter
  • 1 Glas Sauerkirschen

Das Mehl mit dem Kakao mischen und in eine Schüssel sieben. Restliche Zutaten dazugeben und mit den Knethaken das Handrührers zuerst auf niedrigster Stufe dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten, sollte er klebrig sein, einfach in Folie wickeln und 30 Min. kühl stellen.

Nun werden zwei Drittel vom Teig auf ein gefettetes und mit Backpapier ausgelegtes Blech ( 30×40 ) ausgerollt.

Alle Zutaten bis auf die zerlassene Butter in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät cremig rühren, zuletzt die Butter darunterrühren. Die Masse auf den Boden gießen und glattstreichen.

Abgetropfte Kirschen in Nestern auf den Quark setzen und dazwischen Teigstücke verteilen………entweder ausgestochene wie ich es gemacht habe oder ganz einfach gezupft.

Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180° C Ober/Unterhitze ca. 50 Min. backen. Den Kuchen am besten im Blech abkühlen lassen……..vor dem Servieren leicht mit Puderzucker bestäuben…

Hermann als Brotteig

einfaches Hermann-Brot (Weißbrot)

  • 240g Weizen – Vollkornmehl
  • 210g Mehl (weizenmehl)
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 P Trockenhefe (oder 1/2 Würfel frische HEfe)
  • 175g Herrmann-Teig
  • 300ml Wasser

Alles zusammenrühren, etwa 2 Stunden gehen lassen, in eine gefettete Form geben (Teig war etwas weich, ich habe eine Glasschüssel genommen und zusätzlich der Optik halber mit Haferflocken ausgelegt), nochmals gehen lassen (1/2 – 1 Stunde), bei 190°C etwa 40 Min backen.
Man kann auch einfach 450 g Mehl einer Art verwenden.
Ich sage Euch: LECKER!!!
Eher süßlich als deftig im Geschmack, aber nicht so süß wie Stutenbrot.

Bierbrot

  • 150 g Hermann-Teig
  • 1/2 Glas lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 500g Mehl
  • 1 1/2 Glas Bier
  • 1 TL Salz
  • Mehl zum Kneten

Den Vorteig folgendermaßen vorbereiten: Den Hefe-Hermannteig mit ½ Glas Bier und der in lauwarmer Milch aufgelösten Hefe vermischen. Der Teig sollte relativ flüssig sein. Der Vorteig muss nun etwa eine ½ Stunde oder auch mehr im lauwarmen Ofen gären, er ist bereit, wenn er ordentlich Blasen geworfen hat.

Danach mit den restlichen Zutaten verkneten und nochmals eine ½ Stunde im warmen Ofen gehen lassen.

Nun den Teig mit den Händen ein paar Minuten lang kneten und zu einem Brot oder zu einigen Brötchen formen. Während der Ofen auf 175 ºC vorheizt, den Teig ruhen lassen und kurz vor dem Einschieben mit etwas Milch oder verquirltem Ei bepinseln.

Nach der ersten Hälfte der Backzeit das Brot/die Brötchen etwas einschneiden und ein Glas Wasser auf den Ofenboden schütten. Vorsicht: Sofort die Klappe zumachen wegen dem Dampf! Die Temperatur 190 ºC evtl. auf 200 ºC erhöhen, um eine schöne Kruste zu bekommen.

Wer ein weiches Brot ohne Kruste will, lässt das Wasser weg und erhöht nur wenig die Temperatur.

Die Backzeit beträgt bei einem Brot 45 – 60 Minuten, bei Brötchen höchstens 25 – 30 Minuten, je nach gewünschtem Bräunungsgrad.

Zwiebelbrot

  • 200g Roggenmehl (Typ 1370)
  • 400g Weizenmehl
  • 450ml lauwarmes Wasser
  • 2Tl Salz
  • 1 Tl Zucker
  • 1 große Zwiebel (zB Gemüsezwiebel)
  • 20g Trockenhefe
  • 150g Hermann-Teig
  • n.B. Röstzwiebeln
  • Öl

Zuerst schneidet ihr die Zwiebel in Würfel und lasst sie in Öl bräunen, bis ihr der Meinung seid, dass es ok ist. Die Würfel müssen auch nicht zu klein sein, denn im Brot sind sie auf der ganzen Menge sonst nicht zu erkennen.

Als nächstes löst ihr die Trockenhefe im Wasser und Zucker auf und wartet, bis die Hefe Blasen wirft. Falls an der Oberfläche so kleine Krümel von der Hefe zu sehen sind könnt ihr die Menge auch kurz pürieren. Nach 5 Minuten sollten sich Blasen bilden.

Nun das Mehl mit dem Salz vermengen. Ihr könnt natürlich auch gern anderes Mehl verwenden.

Jetzt kommt alles zusammen. Hermann, Mehlmischung, Hefe und Zwiebeln solange kneten, bis der Teig geschmeidig ist. Als kleines Extra darf man auch noch Röstzwiebeln hinzufügen.
Normalerweise heißt es ja, dass man den Hermann nur mit einem Holzlöffel umrühren soll, aber ihr könnt ruhig den Mixer nehmen. Der Teig sollte jetzt 15 Minuten an einem nicht zu zugigen Ort gehen.

Danach dem Brot mittels einer Form oder frei Hand die gewünschte Form geben. Erst in den Ofen schieben, wenn das ursprüngliche Volumen sich verdoppelt hat. Auf der unteren Schiene bei 220 °C Umluft 15 Minuten backen, dann auf 180 °C zurückschalten und weitere 45 Minuten backen.

Wer will, kann ab und zu das Brot bzw. die Brötchen mit ein bisschen Wasser besprühen, dann gibt es eine schöne Kruste.

Tipp: Kleine Brötchen zu einer „Sonne“ zusammen legen.
Ein weiterer Tipp, den ich leider noch nicht selbst probiert habe: etwas Stärke mit wenig Wasser aufkochen, leicht abkühlen lassen und das Brot nach dem Backen bestreichen, dann bekommt es einen schönen Glanz.

Roggenmischbrot

  • 100 g  Haselnusskerne 
  • 300 g  Vollmilch-Joghurt 
  • 230 g  Weizenmehl (Type 405) 
  • 250 g  Roggenmehl (Type 1150) 
  • 1   Tüte Trockenhefe 
  • 2 EL  Öl 
  • 2 TL  Salz 
  • 1   Portion Hermann-Teig 
  •     Mehl 
  •     Alufolie 
  • 1   kleines Ei 
  •     Alufolie 
  •     Öl 

Nüsse halbieren und in einer heißen Pfanne goldbraun rösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Joghurt unter Rühren lauwarm erwärmen. Beide Mehlsorten, Hefe, Öl, Joghurt, Salz und Hermann-Teig in eine Schüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. 2. Nüsse unterkneten. Teig zu einem Laib formen. Auf dem Backblech aus Alufolie eine Form in Größe des Laibes erstellen und mit Öl ausstreichen und leicht mit Mehl bestäuben. Laib hineinlegen. Ei verquirlen und den Hefeteig damit einstreichen. 3. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Gas: Stufe 3) 50 Minuten backen. Ergibt ca. 20 Scheiben.

Tomaten-Schinkenbrot

  • 100 g  Walnusskerne 
  • 60 g  Pinienkernen 
  • 60 g  Sonnenblumenkerne 
  • 100 g  gekochter Schinken in Scheiben 
  • 80 g  getrocknete Tomaten in Öl 
  • 350 g  Roggenmehl (Type 1150) 
  • 150 g  Weizenmehl (Type 405) 
  • 1 Päckchen  Trockenhefe 
  • 1 TL  Salz 
  • 1 1/2 EL  Essig 
  • 75 ml  Speiseöl 
  • 1   Portion Hermann-Teig 
  •     Mehl 
  •     Backpapier 

Walnusskerne grob hacken. Mit den Pinien- und Sonnenblumenkernen in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen. Schinken und getrocknete Tomaten in kleine Würfel schneiden. Beide Mehlsorten und Hefe in einer Schüssel verrühren. 2. Salz, Essig, Öl, 275 ml lauwarmes Wasser, Hermann-Teig, Walnuss-, Pinien- und Sonnenblumenkerne, Schinken und Tomaten zufügen und mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem Teig verkneten. Mit gut bemehlten Händen einen länglichen Laib formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. 3. Brot mehrmals schräg einschneiden. Mit Wasser bestreichen und mit etwas Mehl bestäuben. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) ca. 90 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Teig für Quiche und Blechkuchen

  • 200 g Siegfried-Teig
  • 250 g Weizen- oder Dinkelmehl
  • 100 g kalte Butter
  • 1 TL Salz

Alle Zutaten mit den Händen zügig zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Zu einer Kugel geformt und abgedeckt etwa 30 Minuten im Kühlschrank kühlen. Den Teig mit den Händen am besten in einer gefetteten Springform gleichmäßig ausbreiten und einen Rand hochziehen. Nach Wunsch füllen – für eine Lauchquiche zum Beispiel mit einem Kilogramm in Ringe geschnittenem und 10-15 Minuten lang gedünstetem Lauch und 200 Gramm gebratenen Speck- oder Tofuwürfeln. Mit einer Mischung aus 200 Millilitern Sahne, vier Eiern und 100 Gramm geriebenem Käse übergießen. Die Quiche bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 40 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Sonnenblumenkern-Brötchen

  • 500 g Mehl Typ 550
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 2 TL Salz
  • 250 ml Buttermilch, lauwarm
  • 200 g Siegfried-Teig
  • 3 Handvoll Sonnenblumenkerne und eine halbe Hand zum Bestreuen

Alle Zutaten (bis auf die Sonnenblumenkerne zum Bestreuen) in eine Schüssel geben und ca. 5Min. lang zu einem glatten Teig verkneten. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 1/2Std. gehen lassen, bis sich der Teig deutlich vergrössert hat. Den Teig leicht mit Mehl bestäuben und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Von Hand nochmals kräftig durchkneten und den Teig in 9 gleichgrosse Teile teilen. Jeden Teilklumpen nochmals durchkneten und zu einem runden Brötchen formen. Die Brötchenteiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit einem Tuch abdecken und nochmals ca. 30- 60Min. an einem warmen Ort gehen lassen, bis sie sich vergrössert haben. In die Teiglinge einen ca. 1cm tiefen Schnitt machen, die Oberfläche mit Wasser bepinseln und mit den restlichen Sonnenblumenkernen bestreuen. Das Blech in den auf 180°Grad Umluft vorgeheizten Backofen schieben und die Brötchen in ca. 25-35Min. goldbraun backen. Samt Backpapier vom Blech ziehen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Sonnenblumenkern-Brot

  • 300g Siegfried-Teig
  • 250g Mehl (Vollkorn, Weizenmehl, Roggenmehl, Dinkelmehl, oder gemischt)
  • ca 80mL warmes Wasser
  • 1 TL Meersalz
  • ca 3g Trockenhefe
  • 70-100g Sonnenblumenkerne

Alle Zutaten bis auf die Sonnenblumenkerne zu einem glatten Teig verarbeiten. Anschließend die Sonnenblumenkerne unterarbeiten. Je nach Geschmack 1 Handvoll Sonnenblumenkerne zum bestreuen übrig lassen. Den Teig zu einem Laib formen und ca. 2 Stunden an einem warmen Ort abgedeckt ruhen lassen. Den Teig leicht mit Mehl bestäuben und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Von Hand nochmals durchkneten und zu einem Laib formen. Nochmals ca. 30- 60Min. an einem warmen Ort gehen lassen, dann den Laib mehrmals einschneiden, mit Wasser bestreichen und mit den restlichen Sonnenblumenkernen bestreuen.
Im Backofen bei 175 – 180°C 50 – 60 min. backen.

Schinken-Zwiebel-Baguette

  • 500g Weizenmehl
  • 100g Siegfried-Teig
  • 300mL warmes Wasser
  • ca 7g Salz
  • 100g Röstzwiebeln
  • 75g Schinken, gewürfelt oder Speckwürfel
  • 5g frische Hefe

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gute 10 Minuten durchkneten oder von einer Maschine kneten lassen. (Am besten so lange kneten, bis der Teig sich leicht vom Schüsselrand löst). Nun Zwiebeln sowie Schinken- oder Speckwürfel in den Teig geben und nochmals kurz durchkneten. Den Teig abgedeckt gut 1-2 Stunden ruhen lassen, je nachdem wie stark der Siegfried – Teig ist. (Wenn er erst sehr jung ist, am besten noch 5g frische Hefe in den Teig geben sonst geht er nicht richtig auf.)

Nach dem Gehen den Teig nochmals kurz durchkneten und daraus entweder Baguette formen oder Brötchen schleifen. Ich mache immer ca. halb Baguette a 200g und halb Brötchen a 100g. Die Baguette und/oder Brötchen abgedeckt nochmals gehen lassen bis sich ihr Volumen etwas vergrößert hat. (Dauert ca. 30-45 Minuten). Den Ofen auf 250°C vorheizen. Vor dem Einschießen in den Backofen die Brötchen bzw. Baguette kurz mit Wasser einpinseln und mit einem sehr scharfen Messer einschneiden. Die Bleche nun in den Ofen geben und alles bei Ober/Unterhitze 20 Minuten backen.
Die Baguette brauchen 30 Minuten auf höchster Stufe. Nun die Temperatur auf 200°C runterschalten und nochmals 10 Minuten backen, egal ob Brötchen oder Baguette.

Ciabatta

  • 500g Mehl
  • 100g Siegfried
  • 60g Hartweizen-Mehl
  • 400mL Wasser
  • 1/2P Trockenhefe
  • 12g Salz
  • 10mL Olivenöl

Alles zusammenrühren, dann den Teig gut durchkneten und etwa 2 Stunden gehen lassen. Teig nochmals durchkneten in eine gefettete Form geben oder zu einem Brot formen und nochmals gehen lassen (1/2 – 1 Stunde), bei 190°C etwa 40 Min backen.

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